Warum sportliche Aktivität für unseren Körper so wichtig ist

Chronische Gelenkprobleme und Haltungsschäden gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen im Alter. Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist regelmäßige sportliche Aktivität von zentraler Bedeutung. So wirkt sich Bewegung nicht nur positiv auf den Gemütszustand und das Herz-Kreislauf-System aus, sondern ist auch ein entscheidender Faktor, um Haltungsschäden und Verschleißerscheinungen der Gelenke frühzeitig vorbeugen zu können. Dabei sind speziell Kardiosportarten wie Nordic Cross-Skating als besonders wirkungsvoll einzustufen.

Wie Kardiosport helfen kann, altersbedingte Gelenkprobleme zu verhindern:

Beim Nordic Cross-Skating können durch die ganzheitliche Beanspruchung der Muskeln Verspannungen gelöst und verschiedenste Haltungsschäden verhindert werden. In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass Gelenkprobleme häufig durch Übergewicht begünstigt werden. Typische Folgen von mangelnder Bewegung sind dann Knorpelschäden sowie Arthrose. Die menschlichen Knochenenden sind von einer glatten Knorpelschicht bedeckt, die sowohl für das praktisch reibungslose Gleiten der Gelenkflächen als auch für die mechanische Dämpfung verantwortlich ist. So kann es zu dieser Krankheit im Gesamtkörperbereich kommen, das heißt sowohl Arme, Schultern als auch Knie werden beansprucht. Übergewicht aufgrund von Bewegungsmangel und zunehmendes Alter sind häufige Ursachen für einen geschädigten Gelenkknorpel. Ein Teufelskreis entwickelt sich, da durch die Bewegungseinschränkung der Arthrose umso weniger Belastung möglich ist und somit auch die Rehabilitation schwierig ist.

Weiterführende Informationen:

Da der Körper bei der Ausübung von Kardiosportarten natürlich auch in einem höheren Maß Kalorien verbrennt, kann das Risiko für gewichtsbedingte Gelenkschmerzen verringert werden. Demzufolge kann dem vorzeitigen und übermäßigen Knorpelabrieb durch das regelmäßige und gesundheitsorientierte Training ganzheitlich entgegengewirkt werden. Zudem trainiert Nordic Cross-Skating die vier wichtigsten motorischen Fähigkeiten. So schult das zugehörige Training neben Beweglichkeit und Kraft auch die Ausdauer sowie die Koordination.

Abschließende Hinweise:

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass körperliche Ertüchtigung in Form von Sport speziell im Alter genutzt werden sollte, um die Lebensqualität auf einem hohen Niveau halten zu können. Gelenkverschleiß und Knorpelschäden gehören zu den typischen Alterserscheinungen, die ohne sportliche Aktivität fast unumgänglich sind. Durch die regelmäßige Ausübung von Kardiosportarten kann diese Entwicklung wirkungsvoll eingedämmt werden.

Einnahme von Coffein unter sportlicher Belastung?

Viele Ausdauersportler, u.a. Skilangläufer und Rollskisportler, stellen sich häufig die Frage „Ist die Einnahme von Coffein unter sportlicher Belastung überhaupt nützlich? Und zählt die Einnahme  einer  bestimmten Menge an Coffein als Doping? Es ist richtig, dass Coffein wegen seiner aufputschenden Wirkung bis 2004 auf der Dopingliste stand, jedoch ist diese Wirkung im Vergleich zu anderen Stimulanzien so gering, dass derzeit Coffein nicht als Dopingsubstanz gilt. Auf der Seite https://www.nada-bonn.de/de/medizin/nadamed kann jeder sich über Medikamente, Wirkstoffe etc. informieren und prüfen ob jene auf der Dopingliste der NADA (Nationale Anti Doping Agentur) stehen.Rollski Skating

Der Wirkstoff Coffein kommt in Kaffe, Tee, Kakao, Guarana, Cola und in Energiedrinks vor. Coffein bewirkt eine steigernde Aktivität in der Großhirnrinde und wirkt meistens beginnender Müdigkeit entgegen. Andere positive Effekte sind die steigernde geistige Aufnahmefähigkeit, sowie das bessere Merk- und Denkvermögen. Dies gilt aber nur bei geringen Mengen von beispielsweise einer Tasse Kaffee (ca. 100 mg). Beträgt die Aufnahme an Coffein mehr als 2-3 Tassen Kaffee so kann dies Ideenflucht, Ruhelosigkeit, ein zittriges Gefühl in den Kniegelenken und Händen bewirken. Bei Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Coffein kann es zu Nervosität, Extraschlägen des Herzens, Schweißausbruch und Schlaflosigkeit kommen. In der folgenden Tabelle ist der Coffeingehalt in Getränken dargestellt. Bei den dargestellten Getränken  kann die anregende Wirkung aufgrund der unterschiedlichen Geschwindigkeit der Coffeinfreisetzung variieren.

Tab. 1: Coffeingehalt in Getränken (Hottenrott & Urban, 2006, S. 429)

Getränk Maßeinheit je Tasse (ml) Coffeinmenge je Tasse (mg) Coffeinmenge je Liter (mg)
Kaffee 125-140 65-115 465-822
Schwarzer Tee 125-140 20-50 160-400
Kakao 125-140 2-4 10-32
Cola-Getränke Glas 200 ml 30-40 150-200
Energiedrinks Büchse (250 ml) 80 320

Für Ausdauersportler bringt Coffein den Vorteil mit sich, dass er die Liplyse aktiviert und folglich der Fettstoffwechsel angeregt wird. Es werden somit freie Fettsäuren freigesetzt und die Glykogenspeicher in den Muskeln und der Leber geschont. Coffein bewirkt somit eine Steigerung der Leistungsfähigkeit bei niedriger und mittlerer Intensität und kann bei längeren Ausdauerwettbewerben einen kleinen Vorteil bringen. Ob man aber Coffein unter Wettkampfbelastungen verträgt, sollte man vorher im Training testen. Durch Experimente wurde gesichert, dass die Aufnahme von 5-6 mg Coffein pro Kilogramm Körpergewicht zur Verbesserung von Mittel- und Langzeitausdauerbelastungen führt (vgl. Hattenrott & Urban, 2006, S. 431).

Die Verträglichkeit und der Nutzen muss von jedem Ausdauersportler individuell erprobt werden. Diese durchaus legitime Art von Stimulation ist bei jeder Person unterschiedlich und muss dennoch mit Vorsicht betrachtet werden. Die natürliche Aufnahme über Lebensmittel sollte immer Vorrang haben. Die Einnahme in Form von Coffeintabletten sollte aus ethischen Gründen abgelehnt werden, da hier bereits das Doping beginnt und Coffeintabletten nicht als Nahrungsergänzungmittel gelten.

Literatur:

Hottenrott, K. & Urban, V. (2004). Das große Buch vom Skilanglauf. Aachen: Meyer & Meyer Verlag.

Skirollern… Gut für die Psyche und das Immunsystem

Die Anforderungen in unserer Gesellschaft steigen von Jahr zu Jahr und das in allen Bereichen unseres Lebens. Wer kennt das nicht, dass einen der berufliche Stress sprichwörtlich über den Kopf wächst? Doch was kann jeder von uns gegen Stress und der damit verbundenen hohen psychischen Belastung tun? Jeder weis das zuviel des Guten sich negativ auf das Immunsystem auswirkt. Man wird anfälliger für Krankheiten, die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt.

Wie bekomme ich den Kopf frei und wie bereite ich mir etwas Gutes? Wir brauchen Bewegung, besser noch viel Bewegung, kurz gesagt: wir benötigen Sport.

Skirollern im ParkDoch ist Sport nicht gleich Sport, denn das was wir brauchen ist Ausdauersport. Dies ist der Schlüssel zur Regeneration  von  berufsbedingten Stress und der Weg zu mehr Ausgleich und Entspannung. Unser Körper braucht diesen aktiven Lebensstil. Angemessenes körperliche Aktivität führt nicht nur zur Stärkung unserer Immunfunktionen sondern auch zur Vorbeugung von beispielsweise Arteriosklerose. Mit nur drei Ausdauertrainingseinheiten von ca. 30-45 min Länge und moderater Intensität kann jeder von uns   sein Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko um 50% senken. Im Gegensatz zu Menschen mit einen bewegungsarmen Lebensstil, sind bei sportlich Aktiven Infektionen der oberen Luftwege  viel geringer. Dies begründet sich auf eine viel bessere Immunität sportlich aktiver Menschen.

Skirollern mit FreundenEs ist dennoch schwierig für alle Altersgruppen eine genaue Angabe für die optimale „Sportdosis“ zu geben. Prinzipiell kann man für gesunde Menschen eine sportliche Mehrbelastung von 1200 kcal bis 2000 kcal pro Woche empfehlen. Dies entspricht der oben empfohlenen dreimal  pro Woche durchzuführenden 30-45 min langen Ausdauerbelastung. Speziell Rollski eignet sich hierfür hervorragend, da es eine Ausdauersportart darstellt die sämtliche Muskelgruppen des Körpers einbezieht. Ein weiterer positiver Effekt den Skirollern mit sich bringt, ist das dieser Sport an der frischen Luft in der Natur ausgeübt wird. Durch neue Materialentwicklungen ist die Ausübung des Rollskisports auch Abseits des Asphalts möglich. So kann jeder Sportler mit sogenannten „Offroad Skiroller“ auch Wege über Felder und Wälder einschlagen und die volle Natur genießen. Träumen wir dann nach längerer Belastungszeit vor uns hin und vergessen sprichwörtlich Raum und Zeit, dann hatten wir wohl das berühmte Flow-Erlebnis. Dieser Ausdruck von größter Freude, in einer Tätigkeit voll aufzugehen, wirkt nochmals positiv stimulierend auf unser Immunsystem.

Ob wir als Rollskifahrer nun den sozialen Faktor mit einbeziehen und zusammen mit Freunden uns auf die Socken machen oder wir mit unseren Personaltrainer losziehen oder doch lieber allein für uns fahren, bleibt dann jeden selbst überlassen. Es bringt alles seine Vor- und Nachteile mit sich. Doch das was wirklich zählt ist: Wir treiben Sport, Rollskisport 😉 und das weil es uns Freude macht!